Ninpo Bujutsu Club Graz

Der NBC Graz wurde 1994 gegründet und lehrt Bujinkan Ninjutsu der Linie von Soke Masaaki Hatsumi, Shihan Tetsuji Ishizuka und Sensei Kacem Zoughari.  

Genauer betrachtet

Bujinkan Ninjutsu

Ninjutsu ist eine japanische Kampfkunst mit mehr als 800 Jahren Tradition. Die verschiedenen Techniken mit und ohne Waffen gehen auf 9 verschiedene Samurai- und Ninja-Schulen zurück, welche von Soke (Großmeister) Hatsumi im Bujinkan System (武神館) zusammengefasst wurden.
Diese 9 Samurai- und Ninja-Schulen sind:

  • Gyokko Ryu: Gegründet von Tozawa Hakuunsai Anfang des 12. Jahrhunderts. Älteste Ryu-Ha im Bujinkan System. Bekannt für schnelle kreisförmige Bewegungen, Sanshin no Kata Kihon Happo, Muto Taihenjutsu.
  • Koto Ryu: Von Chan Busho im 16. Jahrhundert über Korea von China nach Japan gebracht. Erster Soke (Großmeister) Sakagami Taro Kunishige. Bekannt für genaue und effektive Koppojutsu-Techniken, eigene Techniken für Kenjutsu und Muto Dori.
  • Kukishinden Ryu: Gegründet von Izumo Koshiro Yoshiteru im 12. Jahrhundert. Bekannt für Bo Ryaku, Sui und Ka Ren Onshin Jutsu.
  • Takagiyoshin Ryu: Gegründet von Takagi Oriemon Shigenobu im 17. Jahrhundert. Bekannt unter anderem für Techniken, bei denen der Gegner durch Roll- oder Falltechniken nicht entkommen kann.
  • Shindenfudo Ryu: Gegründet von Izumo Kanja Yoshiteru im 12. Jahrhundert. Bekannt für starken Bezug zur Natur, zwei unterschiedliche Taijutsu-Stile (Dakentaijutsu und Jutaijutsu) und verschiedene Arten von Yari, Ono, Otsuchi und Naginata.
  • Gikan Ryu: Gegründet von Uryu Gikanbo im 16. Jahrhundert. Bekannt für viele spezielle Tritt- und Schlagtechniken, dynamische Fußarbeit und dafür, dass vieles nur mündlich weitergegeben wurde.
  • Togakure Ryu: Gegründet von Nishina Daisuke Ende des 12. Jahrhunderts. Bekannt für tiefe Kamaes, Shuko, Shinodake und Shuriken.
  • Kumogakure Ryu: Gegründet von Heinaizaemon Ienaga Iga Mitte des 16. Jahrhunderts. Bekannt für Kikaku Ken, verschiedene Überlebenstechniken und dem gelegentlichen Einsatz von Dämonenmasken.
  • Gyokushin Ryu: Gegründet von Sasaki Goemon Teryoshi Mitte des 16. Jahrhunderts. Bekannt für Sutemi Waza Techniken und dem Fokus auf Spionage-Techniken.

Das sind wir

Unsere Trainer

Shidoshi

Dr Martin Lechner

  • Studium der Telematik und Informatik an der TU-Graz
  • Beschäftigung mit Kampfkünsten seit der Kindheit (Judo, Hapkido, Karate, Kickboxen, Aikido)
  • Seit 1993 intensive Beschäftigung mit Ninjutsu und Taiji Quan.
  • Regelmäßige Fortbildung auf Seminaren in Europa sowie mehrere Studienaufenthalte in Japan.
Ninjutsu ist für mich ein lebenslanger Weg zur Selbstverbesserung. Es geht darum, wieder natürliche Bewegungsmuster zu erlernen und dadurch alte Gewohnheiten loszuwerden. Die Basis dafür bilden einige wenige Prizipien, die man ständig vertieft und aus denen sich eine Vielzahl von Techniken ergibt, die es wieder erlauben, diese Prinzipien in unterschiedlichsten Kontexten zu üben und zu dadurch zu begreifen und zu verinnerlichen. Die verschiedenen Schulen mit unterschiedlichen Bewegungsmustern zusammen mit der großen Vielfalt an Waffen – von Kette und Seil über  Messer un Kurzschwert bis zum Langstock und Speer – verlangt ständige Anpassung und Präzision, und alles zusammen hat tiefe Wurzeln in der japanischen Geschichte und Kultur, mit der man sich daher auch intensiv beschäftigen muss. Es geht also um die lebenslange Verbesserung eines Gesamtsystems – Körper, Geist und Energie – und geht damit weit über Sport bzw. über das Erlernen von einigen Techniken hinaus.
I dont know, I dont have this problem. You have to practice. Ishizuka Tetsuji

If your body is not flexible, your mind will also be stiff. Kacem Zoughari

Ninjutsu is not for everyone and not everyone is for Ninjutsu. Andrej Jasenc

Eins = Null, Zwei = Unendlich. Erst wenn man zwei Optionen hat etwas zu tun hat man die Freiheit der Wahl und die Option auf alles dazwischen. Oswald Elleberger

Shidoshi-Ho

Patrick Schweighofer

  • FH-Prof. im Bereich Wirtschaftsinformatik an der FH CAMPUS 02 in Graz
  • Beschäftigung mit Kampfkünsten und der japanischen Kultur seit der Kindheit (Aikido, Karate 2. Kyu und steirischer Jugend-Meister Kata)
  • Seit 2012 intensives Ninjutsu-Training mit regelmäßiger Fortbildung auf Seminaren in Europa sowie mehrere Studienaufenthalte in Japan
Die Kampfkunst Ninjutsu hat für mich viele Facetten und spätestens seit meiner ersten Trainingsreise nach Japan, bei der ich gesehen habe wo die Reise hingehen kann, bin ich fasziniert von dieser besonderen Kampfkunst.

Ninjutsu ist kein Kampfsport und auch keine ritualisierte Kampfkunst. Ninjutsu ist eine traditionelle Kampfkunst, in der es um möglichst effiziente und effektive Bewegungen geht, die einen selbst ständig schützen und noch dazu versteckt sind, sodass Gegner, aber auch Außenstehende nicht verstehen, was gerade passiert ist.

Aufgrund der Breite an verschiedenen Techniken (9 Ryu-ha mit waffenlosen und bewaffneten Kampftechniken) sowie der Tiefe jeder einzelnen Technik (bspw. unterschiedliche Ausführungen je Kontext) ist Ninjutsu ein System, welches man ein ganzes Leben lang trainieren kann und dabei ständig Neues entdecken wird. Dabei ist nicht Kraft entscheidend, sondern Flexibilität und verschiedene Prinzipien wie Genauigkeit, Synchronität und das Nutzen der Schwerkraft sowie des eigenen Gewichts. Schlussendlich sollen dabei Geist (Shin 心), Technik (Gi 技) und Körper (Tai 体) eins werden.

Students at training should not be too serious, because when they laugh their mind will be open to accept knowledge.

Ishizuka Tetsuji

Only if you copy right you have the copyright.

Kacem Zoughari

It’s not about rank, it’s about the color. Kacem Zoughari

Everything you do in the training, including warmup, etc. must be a technique or kamae. Andrej Jasenc

Shidoshi-Ho

Levente Horvath

  • Studium der Archäologie an der Karl-Franzens Universität Graz
  • Mitarbeit und leitende Tätigkeit bei diversen archäologischen Projekten in Österreich, sowie Lehre an der Karl-Franzens Universität Graz
  • Ninjutsu-Training seit 2005
Am Anfang meines Ninjutsu-Trainings stand eine „schlichte“ Begeisterung für Kampfkünste und die japanische Kultur. Zunächst schien mir auch alles klar zu sein: Ninjutsu ist eine traditionelle Kampfkunst mit einer großen Bandbreite an bewaffneten und unbewaffneten Techniken. Dies sorgte schon früh für eine langfristige Motivation, im Laufe der Jahre kamen aber immer neue Aspekte und auch Fragen hinzu. Ninjutsu ist nämlich weit mehr als eine Zusammenstellung eines technischen Repertoires. Ein wichtiger Teil des Training hat auch einen geistigen Aspekt, wobei man sich laufend mit der Kampfkunst, sich selber und der Umgebung auseinandersetzten muss. Zudem hat Ninjutsu als eine „traditionelle“ Kampfkunst auch eine wesentliche historische Komponente, die zum Training ebenfalls dazu gehört. Daneben steigt mit der Zeit auch Faszination am technischen Repertoire, wenn man erkennt, dass sich die große technische Bandbreite schlussendlich aus der Kombination und Adaption einiger Grundelemente ergibt. Die Verinnerlichung  und das Trainieren dieser Grundelemente stellte aber eine lebenslange Aufgabe dar. Ist man bereit Zeit und Energie zu investieren, bietet sich mit Ninjutsu die Möglichkeit eine Kampfkunst zu trainieren und zu praktizieren, die weit mehr bietet als einen sportlichen Ausgleich zum Alltag – das Training und das Erlernte können und sollen ein Teil der Gesamtheit werden, die einen als Mensch ausmacht.
The simplest is always the most difficult. Hatsumi Soke

Learning a technique is not an end in itself, it merely indicates where you need to start. Hatsumi Soke

Everything you do in the training, including warmup, etc. must be a technique or kamae. Andrej Jasenc

Students at training should not be too serious, because when they laugh their mind will be open to accept knowledge. Ishizuka Tetsuji

Für die Kinder

TrainerInnen im Kinderkurs

Dieter Bacher

  • Historiker am Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung in Graz.
  • Mit Ninjutsu begann ich eigentlich, um Selbstverteidigung zu erlernen – nach und nach wurde aber die Faszination wichtiger, immer weitere neue Aspekte dieser Kampfkunst zu erlernen. Deshalb trainiere ich auch heute, 19 Jahre später, noch sehr gerne.
  • Da mein ältester Sohn im Alter von 7 Jahren immer mehr Interesse an Ninjutsu zeigte, begann ich zusammen mit ihm zuhause zu trainieren. Dabei merkte ich, dass Ninjutsu für Kinder seines Alters eigentlich schon eine gute körperliche Betätigung ist – Traninieren des Gleichgewichts, der Körperkoordination und der Beweglichkeit, und mit dem richtigen spielerischen Ansatz macht es auch viel Spaß. Das Erlernen von Fallübungen und Rollen hat zusätzlich einen hohen praktischen Wert. Diese Aspekte möchte ich auch im Kinderkurs vermitteln.
Christine Waidacher

  • Historikerin und Mitarbeiterin im Kinder- und Jugendmuseum „Haus der Wissenschaft“
  • Ich interessierte mich schon immer für Kampfsport und Kampfkünste und probierte auch ein paar Stile aus. Allerdings sah ich für mich in keinem davon eine reale Anwendbarkeit – bis ich Ninjutsu zu trainieren begann. Mich überzeugte vor allem, dass die Techniken bei richtiger Ausführung auch für Frauen gegenüber körperlich überlegenen Personen anwendbar und auf Selbstverteidigungssituationen im Alltag übertragbar sind.
  • Bedingt durch meinen Beruf, liebe ich die Arbeit mit Kindern. Da ich selbst aus dem Leistungssport Geräteturnen komme, weiß ich, wie wichtig es für Kinder ist, ihrem Bewegungsdrang nachzukommen. Innerhalb des Kinderkurses werden wir gemeinsam unsere Beweglichkeit und Kraft trainieren und durch das Erlernen der Fallschule können Verletzungen im Alltag vorgebeugt werden. Spielerisch wird den Kindern und Jugendlichen im Training Disziplin, Respekt und Achtsamkeit gelehrt sowie die vielseitige Kampfkunst Ninjutsu vermittelt. Kinder lernen dadurch ihre Stärken kennen, werden ermutigt an ihren Schwächen zu arbeiten und steigern ihr Selbstbewusstsein, ihre Selbstachtung und lernen, ihre Fähigkeiten nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere einzusetzen.

Unsere Senpai

Trainer des Anfängerkurses

Mario

  • 3. Kyu
  • Ninjutsu-Training seit 2015
  • Ich trainiere Ninjutsu als Ausgleich zum Beruf, um mich selbst herauszufordern bzw. zu verbessern, und aus Spaß am Training selbst.

Patrick

  • 4. Kyu
  • Ninjutsu-Training seit 2006 (mit Unterbrechung von 2008-2014)
  • Ninjutsu ist für mich der perfekte mentale und körperliche Ausgleich.

Clee

  • 5. Kyu
  • Ninjutsu-Training seit 2009
  • Ich trainiere Ninjutsu, weil ich Interesse an Kampfkunst im Allgemeinen sowie der Geschichte & Philosophie die dahintersteht habe und weil Ninjutsu die Möglichkeit bietet, bis ins hohe Alter zu trainieren ohne jemals ausgelernt zu haben.

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